Wann kommt Coaching in Frage?

Im Folgenden werden Gründe und Anlässe für ein Einzelcoaching genannt. Unter Einzelcoaching wird das vertrauliche Gespräch „unter vier Augen“ verstanden. Konkrete Gründe oder Anlässe sich für ein Einzelcoaching zu entscheiden können sein:

  • Der Wunsch, seine eigene berufliche und persönliche Situation mit einem „Sparrings-partner“ (auf Augenhöhe) professionell, ganzheitlich und neutral reflektieren zu wollen.
  • Berufliche Erwartungen und Anforderungen ändern sich. Es besteht der Wunsch nach Unterstützung z.B. beim Umgang mit neuen Rollen im Unternehmen oder bei der Vorbe-reitung auf neue Aufgaben.
  • Verunsicherungen bezüglich des eigenen Verhaltens und bisher erfolgreicher Bewälti-gungsstrategien, die aber in aktuellen Situationen und gegebenem Umfeld nicht mehr wirken.
  • Vorliegen von Ängsten, Drucksituationen aufgrund der beruflichen Situation. Es besteht der Wunsch nach Unterstützung z.B. beim Umgang mit den eigenen Ängsten, bei Drucksi-tuationen oder persönlichen (Sinn-)Krisen.
  • Vorliegen von Unzufriedenheit oder Unsicherheit bezüglich der beruflichen Karriere bzw. beruflichen Situation.
  • Es besteht der Wunsch (oder die Notwendigkeit), den bisherigen Arbeitgeber zu verlassen (verlassen zu müssen) und von daher der Wunsch nach Unterstützung bei der Entwicklung einer Bewerbungsstrategie und entsprechender Bewerbungsunterlagen.
  • Es besteht der Wunsch (oder die Notwendigkeit), eine eigene berufliche Existenz zu gründen (gründen zu müssen) und von daher der Wunsch nach professioneller Wegbegleitung bei der Gründungs- und Aufbauphase.

Wenn folgende Aussagen oder Fragen zutreffen, könnte ein Bedarf für ein Einzelcoaching vorliegen:

„Ich ahne, dass da einiges nicht stimmt. Aber es gibt keinen, mit dem ich darüber reden könnte“.

„Ich würde gerne meinen beruflichen und persönlichen Standort mit einem kompetenten und unabhängigen Gesprächspartner reflektieren.“

„Ich möchte meinen Ehepartner/Beziehungspartner oder meine Freunde oder Bekannten nicht mit meinen Problemen belasten. Ich will mich Ihnen auch nicht mit meinen Schwächen zeigen“.

„Ich möchte einmal ohne „strategische Rücksichten“ erfahren, wie ich eigentlich auf andere wirke und diese beeinflusse.“

„Bei allen Seminaren und Diskussionen vermisse ich einen „geschützten Raum“, in dem ich mich zeigen kann, wie ich bin, in dem ich Dinge nennen kann, die den Raum nicht verlassen und in dem ich auf die übliche Selbstdarstellung verzichten kann“.

„Auch meine private Situation würde ich gerne einmal mit einem unabhängigen Gesprächspartner reflektieren, der auch den Alltag des Managements kennt.“

„Die Globalisierung führt nun auch bei uns zu veränderten Aufgaben und Situationen, auf die ich mich noch nicht vorbereitet habe, aber auch zu neuen Rollen, mit denen ich mich noch nicht anfreunden kann und mit den ich noch nicht sicher umgehen kann“.

„Früher waren die Bereiche klar voneinander getrennt, heute erwartet man von mir, dass ich neben der Linie auch in bereichsübergreifenden Arbeitsgruppen und Projekten mitarbeite, in denen ich mich aber immer unwohler und unsicherer fühle“.

„Obwohl ich bereits sehr erfolgreich bin, möchte ich noch besser werden“.

„Ich habe im letzten Jahr keinen Urlaub genommen. Ich arbeite bis zum Umfallen, das erwarte man von mir. Ich arbeite gerne viel, aber in letzter Zeit lässt mich die Drucksituation aufgrund meines Fehlers in einem neuen Projekt nicht mehr richtig schlafen. Neuerdings fühle ich mich auch tagsüber immer müder“.

„Ich werde demnächst ein neues Projekt leiten, bei dem ich mich thematisch zu 120 % auskenne. Ich habe aber wenig Erfahrung damit mit so unterschiedlichen Leuten aus den unterschiedlichen Bereichen auf ein Projektziel hinzuarbeiten“.

„Obwohl unsere Zahlen ausgezeichnet sind, werde ich als Chef nicht akzeptiert“.

„Ich wünsche mir, dass ich in bestimmten Führungssituationen gelassener und nicht mehr so emotional reagiere. Gelegentlich bin ich meinen emotionalen Reaktionen richtig ausgeliefert und verhalte mich zum Teil völlig unangemessen“.

„Ich bemerke, dass die neuen Mitarbeiter, die ich zu führen habe, anders auf mich reagieren, als die „alten“. Zum Teil komme ich mit meinen Argumenten gar nicht an sie ran. Ich würde gerne heraus bekommen, woran das liegen mag und wie ich diese Situation verändern kann“.

„Ich habe vor 20 Jahren als Diplom Ingenieur die IT-Abteilung aufgebaut und dann auch die ganzen Jahre geleitet. Nun steht die Nachfolge des alten Inhabers über seinen Sohn statt, der mich wohl nicht besonders leiden kann. Ich bin nun fast 50 Jahre alt und mich frisst nachts die Angst auf, entlassen zu werden und dann vor der Situation zu stehen, keinen adäquaten Job mehr zu bekommen“.

„In Stresssituationen würde ich gerne mal aus meinem alten Muster herauskommen.“

„Ich möchte mein Kommunikations- und Führungsverhalten bei ganz konkreten Alltagssituationen einmal hinterfragen und zu befriedigenden Lösungen kommen.“

„Seit meiner Arbeitslosigkeit hocke ich nun verstärkt in den eigenen vier Wänden und werde immer depressiver. Das färbt nun schon auf die allgemeine familiäre Situation ab. Ich merke auch, dass ich immer ungeduldiger und gereizter wirke“.

„Die neue Arbeitswelt ist fatal. Obwohl alle davon ausgehen, dass ich demnächst wieder einen Festeinstellungsvertrag in einer ähnlichen Position bekomme, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus. Ich würde mich gerne von jemanden unterstützen lassen, der sich mit diesen neuen Bedingungen am Arbeitsmarkt auskennt und auf gleicher Augenhöhe mit mir ist“.

„Ich möchte meine berufliche Neuorientierung als persönliche Chance für meinen weiteren Lebensweg nutzen.“

„Ich hätte mich auf meine Existenzgründung besser vorbereiten sollen. Zu meiner finanziellen Entlastung hätte es staatliche Fördergelder gegeben. Heute muss ich erkennen, dass ich Defizite bei meiner Selbstmanagementfähigkeit habe, dazu gehört meine mangelnde Zielsetzung und –umsetzung, mangelndes Zeitmanagement und gelegentlich mangelnde Selbstmotivation“.